Volksgläubigkeit ist Fundament Bayerns

Volksgläubigkeit ist Fundament Bayerns

Sammarei   Der Bayernbund hat sich neben anderen Zielen die Bewahrung der christlich-abendländischen Tradition sowie des Brauchtums auf die Fahne geschrieben. Immer wieder trifft man sich der Kreisverband Passau daher in Kirchen und Kapellen, um auf die Bedeutung des christlichen Glaubens für Bayern hinzuweisen. Die Gläubigkeit der Menschen war Grundlage für vieles, was Bayern heute ausmacht So prägen zum Beispiel Kirchen die Ortsbilder und kirchliche Festtage waren und sind seit jeher Höhepunkte im Jahr.

Anlässlich des 400. Jubiläums der Wallfahrt besuchte eine Delegation nun Sammerei zwischen Ortenburg und Haarbach. Der Wallfahrtsort hat nach Altötting die meisten Pilger pro Jahr. Unzählige Votivtafeln geben Zeugnis der Volksgläubigkeit während der letzten vier Jahrhunderte.

Mesnerin und Kirchenführerin Anita Schneider lies die Besucher spüren, dass Sammarei auch heute noch eine Kraftquelle für die Gläubigen ist. Die siebenfache Mutter, die jeden Tag in der Kirche Dienst leistet und nebenher eine Landwirtschaft betreibt, hat selbst eine Votivtafel aus Dankbarkeit über einen glimpflich verlaufenen Verkehrsunfall anfertigen lassen.

Kern der Kirche Sammarei ist eine Kapelle im Inneren des Gebäudes. Diese kleine Holzkirche blieb bei einem Großbrand 1619 in Sammarei als einziges Gebäude unversehrt. Ein Quittenbaum, der direkt neben der Kapelle ausbrannte, trieb mit einem über die Kapelle ragenden Ast wieder aus. Einen Korb Quitten schickte man der Gemahlin des Kurfürsten Maximilian I, der daraufhin den Bau einer massiven Wallfahrtskirche bewilligte. Der Bau der Kirche dauerte nur zwei Jahre.

Den Besuch der Kapelle nutzten die Bayernbund-Mitglieder zu einem stillen Gebet, bei dem jeder in Gedanken seine persönlichen Anliegen formulierte.

Bayernbund-Kreisvorsitzender Horst Wipplinger wies auf das Jubiläumsjahr hin. Dieses wurde am 1. Mai, dem Feiertag „Maria, die Schutzfrau Bayerns“ mit einem Festgottesdienst eingeläutet.

Bild: privat

Von links: Richard Langmeyer, Wolfgang Riebl, Kreisvorsitzender Horst Wipplinger, Johann Winklhofer, stellvertretender Kreisvorsitzender Stephan Dorn, Regine Zwick, Anita Schneider, Christine Püttner, Reinhold Hoenicka und Luise Wipplinger

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