Verborgene Keller und Dächer in Vornbach mit Kommunalpolitik lockten 150 Besucher

Vornbach  Die CSU Neuhaus lud zu einer besonderen Wahlkampfveranstaltung. Neben der Vorstellung von Kandidaten und Programm stand eine Führung an sonst verborgene Orte in Vornbach im Vordergrund. Die Organisatoren waren vom Besuch überwältigt. 150 Interessierte aus allen drei Gemeindeteilen, darunter alle drei amtierenden Bürgermeister und zahlreiche Gemeinderäte, nahmen die Einladung an. Bürgermeisterkandidat Stephan Dorn stellte eingangs einen Bezug zwischen Vornbach und dem Programm für die künftige Gemeinderatsarbeit her. Vornbach verbinde Historie und Tradition mit einer lebendigen Dorfgemeinschaft in der Gegenwart sowie großen Chancen in der Zukunft. Dies gelte für die gesamte Gemeinde und als Grundlage für das Wahlprogramm der CSU.

Erster Programmpunkt war die Besichtigung eines wohl über 500 Jahren alten Kellers unter dem Haus der Familie Schott. Der früher als Wein- und Bierkeller genutzte Raum besteht aus zwei knapp 50 Meter langen Röhren. Er ist sonst nicht zugänglich. Dies gilt auch für einen zweiten Keller über dem der Familie Schott, der für Interessierte im Rahmen der Führung ebenfalls geöffnet wurde.  

Auf dem Weg zum Friedhof erzählten Kornelius Schiestl und Josef Seitz etwas über die geschichtlichen Eckdaten der Ortschaft. Seit dem 10. Jahrhundert hatten die Grafen von Formbach ein Burg. Durch ihre verwandtschaftlichen Verflechtungen mit höchsten Herrscherhäusern konnten sie teils sogar weltpolitisch wirken. Das Kloster Vornbach wurde 1094 gegründet. Es bestand bis zu seiner Aufhebung im Zuge der Säkularisation im Jahr 1803. Über 200 Jahre später sieht man in Vornbach, dem früheren Bundessieger von „unser Dorf soll schöner werden“, viele Gebäude aus der ruhmreichen Geschichte des Ortes. Einige davon wurden besichtigt, so die Friedhofskirche St. Martin, die ursprünglich Chor der Pfarrkirche aus dem 15. Jahrhundert war. Josef Seitz erklärte den Besuchern in Kleingruppen die Wandmalereien.

Nach der Friedhofskirche ging es in den Burgkeller, der seit dem letzten Hochwasser als Veranstaltungsort hergerichtet wurde. Den historischen Abschluss bildete die Klosterkirche, die heute als Pfarrkirche dient. Dabei konzentrierte man sich auf die prachtvolle Sakristei, die Chorempore mit der vor Jahren aufwändig restaurierten Egedacher Orgel sowie Dachstuhl und Kirchturm.

Zum Abschluss traf man sich beim örtlichen Klosterwirt. Stephan Dorn stellte sein Programm vor, das aus einer Bürgerbefragung heraus entwickelt wurde. Neben gemeindeübergreifenden Punkten, wie Wohnen für Menschen mit unterschiedlichem Budget oder einem Angebot für alle Generationen von der Kinderbetreuung über die Förderung eines qualifizierten Arbeitsplatzangebotes bis hin zur Seniorenarbeit ging er auf örtliche Anforderung, wie der Umsetzung eines Starkregenschutzes ein.

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