Neuhaus Kloster

Kirchliche Schulen nehmen im Landkreis eine hervorragende Stellung ein

Neuhaus am Inn. Sie wollen ein deutliches Zeichen setzen für die Wertschätzung, die der Landkreis Passau den Schulen in kirchlicher Trägerschaft entgegenbring, darum kamen Landrat Raimund Kneidinger, stellvertretende Landrätin und Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer und der Bürgermeister von Neuhaus Stephan Dorn zu einem Informationsgespräch an die Maria Ward Realschule nach Neuhaus. Damit wollten die politisch Verantwortlichen zeigen, dass auch in Zeiten, in denen immer wieder Kritik an der katholischen Kirche und ihrem Erziehungsauftrag diese kirchlichen Schulen die Bildungslandschaft unübersehbar prägen – und dies bereits seit langer Zeit in guter Tradition.

„Die Gemeinde Neuhaus ist stolz auf die Maria Ward Realschule, die weit über unsere Grenzen hinaus anerkannt ist“, betonte Bürgermeister Stephan Dorn und bekannte sich zum hohen Bildungsauftrag an der Realschule und deren Weiterentwicklung.  Er stehe zur Realschule „ohne Wenn und Aber“ und wisse um deren Bildungsauftrag, der für die ganze Gemeinde zu einem hohen Wert geworden ist.

„Kirchliche Schulen sind wichtige Partner für die Bildung im Landkreis“, unterstrich auch Landrat Raimund Kneidinger. Im Blick auf kirchliche Trägerschaft müsse allerdings differenziert und dürfe nicht pauschaliert werden. Dieser Bildungsauftrag wird auch den Kindertagesstätten wahrgenommen, von denen sich nach wie vor etwa 80 Prozent in kirchlicher Trägerschaft befinden. „Das europäische Haus steht auf der christlichen Kultur, und diese bestimmt immer noch das Wertebild im Umgang miteinander in unserer Gesellschaft“, betonte Kneidinger. Es sei darum auch der große Auftrag kirchlicher Schulen, Werte des Zusammenlebens und der Menschlichkeit zu vermitteln,  aber auch die christliche Kultur mit ihrer Jahrhunderte alten Tradition zu bewahren.  Dies geschehe immer noch in hervorragender Weise in den kirchlichen Schulen. Der Landrat erinnerte auch an die verantwortungsvolle und sehr sorgfältige Präventionsarbeit an allen Schulen im Landkreis.

Sie war selbst vor einigen Jahrzehnten Schülerin an der damaligen Kloster-Realchule in Neuhaus, erinnerte sich Cornelia Wasner-Sommer und erzählte von ihrer schulischen Begegnung mit der Ordensgründerin Maria Ward und deren für die christliche Erziehung so wertvollen Wegweisungen, die ihr durch die damals tätigen Ordensschwestern vermittelt wurde. Die Schule in Neuhaus war von 1859 bis 2011 eng verbunden mit dem Kloster der „Englischen Fräulein“ im Geist von Maria Ward (1585-1645).  Sie habe immer ganz viel „Herzblut bei den Lehrkräften und Schülern“ gespürt und vieles aus der Schule für ihre eigene Lebenseinstellung „mitgenommen“, betonte die stellvertretende Landrätin. „Ich bin froh, dass wir diese Schule haben, denn hier wird auf jeden einzelnen Schüler Wert gelegt“.

Thomas Tausendpfund, Verbindungslehrer an der Realschule, betonte, hier erfahre er einen ehrlichen, freundlichen Umgang miteinander, der durchaus von christlichem Geist geprägt ist. Nach elf Jahren in Neuhaus stellte er fest: „Da bin ich daheim“. Das unterstrich auch der Schülersprecher Leon Bauer: „Egal, wie alt jemand ist, egal, woher jemand kommt, hier finden alle Gemeinschaft und Annahme“. Das präge den guten Geist und das Leben der Schule und sei auch ein deutliches Zeichen für deren Wert und Bildungsauftrag nach außen hin. – wü

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Das Weiterwirken der christlichen Werte der ehemaligen Klosterschule in Neuhaus in die Gegenwart hinein war der Inhalt eines Informationsgesprächs, an dem (v.links) Bürgermeister Stephan Dorn, Schülersprecher Leon Bauer, Verbindungslehrer Thomas Tausendpfund, stellvertretende Landrätin Cornelia Wasner-Sommer, die Konrektoren Alfons Gölzhäuser und Michaela Pallor, Schulleiterin Astrid Schmid und Landrat Raimund Kneidinger teilnahmen.

Foto: Würdinger

Christliche Lebenswerte vermitteln und Kultur bewahren

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